Schüleraustausch

Wir haben Schüleraustausche mit Schulen in Italien, Frankreich und Polen. Am längsten besteht der Austausch mit Polen, der seit Anfang der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts über alle politischen Veränderungen hinweg Bestand hat.

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Seit fast einem halben Jahrhundert: Schüleraustausch mit einem Breslauer Liceum

Im Schuljahr 2019/20 ist es wieder so weit: Unser Schüleraustausch mit der Zespół Szkół Nr. 5 in Breslau (Wrocław) geht in die nächste Runde. Zwanzig Schülerinnen und Schüler des Vitzthum-Gymnasiums sollen die Tradition weiter fortsetzen. Im Herbst 2019 fahren unsere Schülerinnen und Schüler mit zwei Lehrkräften nach Breslau. Wir werden dort im bilingualen Unterricht die Deutschkenntnisse der polnischen Schüler kennen lernen, in den Familien wohnen, die wunderbare Partnerstadt Dresdens, Breslau, entdecken, in Stadtspielen und Projekten Vorurteile überwinden und bei gemeinsamen Ausflügen die Umgebung sowie die gemeinsame Geschichte erforschen.

Gemeinsam mit den polnischen Schülerinnen und Schülern und ihren Lehrern fahren wir in dieser Zeit für drei Tage nach Krakau, wo auf dem Wawel August der Starke beigesetzt ist. Ein Besuch in Schindlers Fabrik soll uns zum Nachdenken über die Geschichte anregen.
Im Frühjahr 2020 soll der Gegenbesuch in Dresden stattfinden und die wie immer herzliche Gastfreundschaft erwidert werden.

Deutsch-französischer Schüleraustausch

Aus Leidenschaft zur französischen Sprache und Kultur entstand unser deutsch-französischer Schüleraustausch. Seit 2002 hat sich er sich an unserer Schule etabliert. Unsere Partnerschule ist das Lycée du Noordover, Grande-Synthe/Dunkerque, Region Hauts-de-France.

Der Austausch findet in der Regel alle zwei Jahre statt. Im Dezember 2019 hatten wir unser 10-jähriges Jubiläum, worauf wir unglaublich stolz sind. 

Der Schüleraustausch wird innerhalb eines Schuljahres im Abstand von ca. 3 bis 4 Monaten realisiert. Im Sinne der Schulgemeinschaft findet er klassenübergreifend für Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 und 10 statt. Willkommen sind sprachinteressierte und sprachbegabte, weltoffene, teamfähige und frankophile Schülerinnen und Schüler. Die Unterkunft eines Gastschülers muss bitte gewährleistet sein.

Unsere Gäste sind jeweils ca. 1 Woche (Samstag bis Samstag) in Deutschland (Dresden/Sachsen) und der Gegenbesuch in Frankreich dauert ebenso eine Woche (Region Nord-Pas de Calais und Rückfahrt mit Tagesaufenthalt in Paris).

Welche Ziele verfolgen wir?

  • Anwenden erworbener sprachlicher Kompetenz aus dem Sprachunterricht
  • Abbau von Sprachhemmungen, Freude am Sprechen der Partnersprache
  • Stärkung der interkulturellen Kompetenz
  • Erfahrungsaustausch, Toleranz, Weltoffenheit Wahrnehmung des Eigenen und Fremden
  • sprachlich kreativer Umgang mit der jeweiligen Fremdsprache

Was machen wir in dieser Zeit?

Jedes Mal arbeiten wir an einem neuen Themenschwerpunkt. Die Themenfindung erfolgt im einvernehmlichen Austausch zwischen deutschen und französischen Kollegen, z. B. bearbeiteten wir: Clichés franco-allemands, Expériences urbaines, Expériences culinaires et culturelles

Wie verläuft die Woche?

Vor allem geht es um das Kennenlernen verschiedener Lebensgewohnheiten und das Vertiefen des Verständnisses füreinander: 

  • Kennenlernen des Familisenleben des Partnerlandes
  • gemeinsame Ausflüge mit Familie des Tandempartners
  • Ausflüge in Großgruppe in Begleitung der verantwortlichen Kollegen, um die Partnerstadt und -region zu entdecken
  • kulinarische Erlebnisse, z.B. gemeinsam Kochen und Backen
  • Ausgestaltung einer Soirée zum Abschluss der Austauschwoche in Frankreich und in Deutschland
  • Vorstellung der Arbeitsergebnisse & Einblick in die Erlebnisse der Austauschwoche für Schulleitung, Kollegium, Eltern, Geschwister usw.

Teilweise entwickeln sich auch private Austausche über die Schule hinaus, was uns natürlich besonders freut.

Wie ist die finanzielle Unterstützung organisiert?

Die finanzielle Förderung der Austauschwochen erfolgt durch die

  • Landesdirektion Sachsen (Freistaat Sachsen),
  • DFJW/OFAJ,
  • manchmal die Stadt Dresden,
  • den Schulförderverein des Vitzthum-Gymnasiums

und beläuft sich auf bis zu 80%.

Anbei die Links zu unserer Partnerschule: 

https://lenoordover.fr/ 

https://lenoordover.fr/m_03ka_all.php

Die Vorbereitung eines solchen Schüleraustausches ist ein Kraftakt für die beteiligten Kolleginnen und Kollegen, aber wir freuen uns schon jetzt auf den nächsten Austausch, denn diese Wochen stellen einen großen Gewinn für jeden dar.

Schüleraustausch Italien 2018/2019

Nach mehreren Jahren Pause fand in diesem Schuljahr wieder ein Schüleraustausch mit der elften Klasse mit Italien statt.

Die italienischen Schüler kamen vom 31.03.19 bis zum 07.04.19 nach Dresden. Neben den italienischen Lehrern, Frau Glielma und Herr Bertini, begleiteten Frau Gasch, Frau Mitouard und Herr Lorusso durch die Woche in Dresden.

Zum Einstimmen der teilnehmenden Schüler und Lehrer fand am 15.2.19 ein Kennenlerntag statt. Da die Schüler aus verschiedenen Grundkursen stammen und nicht alle teilnehmenden Lehrer bereits Fachlehrer waren, wurde der Tag genutzt, um sich bei einem gemeinsamen Frühstück vorzustellen und um die Austauschpartner festzulegen. Mit einem Kinobesuch wurde der Tag gemütlich abgeschlossen.

Am Sonntagabend kamen die italienischen Gäste am Flughafen von Dresden an. Schnell fanden die Schüler ihre Austauschpartner und brachten sie in Begleitung der Eltern direkt nach Hause. Dort lernten die italienischen Schüler ihre Gastfamilien kennen und die Reisetagebücher wurden als Begrüßungsgeschenk überreicht.

Am Montagmorgen empfing die Schulleiterin Frau Göllner, gemeinsam mit dem stellvertretenden Schulleiter, Herr Wiese, unsere italienische Austauschgruppe mit ein paar herzlichen Worten in der Mensa unseres Erweiterungsbaus. Danach wurde – gemäß unserem Projektthema – ein „deutsches“ Frühstück eingenommen. Jeder hatte hier ein Beitrag geleistet. Anschließend fand ein kurzer Schulrundgang statt. Die Schule nun kennengelernt, fand unter der Leitung von Herrn Lorusso eine 2-stündige Stadtrundfahrt mit dem Bus durch die Innenstadt Dresdens statt. Am Abend verblieben die Gastschüler bei ihren Familien, um auch hier engere Kontakte zu knüpfen.

Am Dienstagmorgen starteten alle Teilnehmer mit der S-Bahn Richtung Meißen. Nach einem Rundgang in der Altstadt und einer zünftigen Essenpause, mit Bockwurst und Senf in einer ortstypischen Fleischerei, ging es zur Besichtigung des Schloss Albrechtsburg. Nachdem alle im Saal mit Pantoffeln getanzt hatten und auch vieles zur Geschichte der Burg und des Porzellans gelernt hatten, ging es am späten Nachmittag mit der S-Bahn zurück nach Dresden. Die Italiener und Deutschen versammelten sich auf den berühmten Elbwiesen, um den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen.

Am Mittwochmorgen galt es die Projektaufgaben fertig zu stellen bzw. Lieder zu üben. Außerdem nahmen die Gastschüler von der ersten bis zur fünften Stunde abwechselnd an verschiedenen Unterrichtssequenzen, in Italienisch, Englisch, Kunst oder Mathe, teil. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Schulmensa besuchten am Nachmittag die Schüler die Gemäldegalerie im Zwinger. Aufgrund des kunstgeschichtlichen Interesses der Italiener und dem Beisein von Herrn Bertini, der sowohl als Kunstlehrer als auch als Restaurator arbeitet, entstand der Wunsch, die Gemäldegalerie zu sehen, anstatt des Schlosses Pillnitz. Den Abend ließen wir dann wieder gemeinsam im Großen Garten ausklingen.

Etwas müde fuhren wir am Donnerstagmorgen mit dem Bus nach Berlin. Dort angekommen, begaben wir uns zunächst auf kurze Erkundungstour am Alexanderplatz. Für drei Stunden begleitete uns dann eine Stadtführerin und zeigte uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Denkmäler von Berlin. Große Bewunderung gab es dabei für die Reste der Berliner Mauer. Nach einem zweistündigen eigenständigen Aufenthalt ging es dann am Abend mit dem Bus zurück nach Dresden. Müde wurden die Schüler von den Gasteltern heim gebracht.

Am Freitag begann der Tag mit Erlebnissen im Schulalltag. So konnten die Italiener einen deutschen Abistreich miterleben. Außerdem stellten wir unsere Projektarbeiten fertig und bereiteten unseren Abschlussabend vor. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Schulmensa ging es abschließend ins Hygienemuseum. Die Italiener staunten sehr über ein solches Museum „Zum Anfassen“. Nach kurzen Vorbereitungen daheim und einem Outfitwechsel trafen wir uns 18 Uhr mit den Familien in der Mensa des Erweiterungsbaus, wo wir es uns mit leckerem deutschem selbst zugebereitetem Buffet schmecken ließen. Neben Gesang und Musik und sogar einer Vorstellung eines Dudelsackkonzertes wurde sich auf lockere Art über die Erlebnisse der Woche ausgetauscht.

Das Wochenende verbrachten die Schüler in den Gastfamilien. Einige unternahmen Ausflüge in die Sächsische Schweiz, andere genossen einen Discoabend oder relaxten mit Freunden an der Elbe.

Viel zu schnell und sehr sehr tränenreich mussten wir uns dann am Sonntagabend von unseren italienischen Freunden verabschieden.

Bereits am 13.4.19 trafen sich die Kollegen des Austauschteams bei einem Abendessen, um sich bei den Teilnehmenden Lehrern zu bedanken.

Am 17.4.19 trafen wir uns mit den Schülern wieder, um eine erste Evaluation durchzuführen und um das Reisetagebuch fertigzustellen.

Im Mai wurden dann die Reisetagebücher und weitere Arbeitsergebnisse in den italienischen Grundkursen vorgestellt und ein Abschlussfrühstück wurde durchgeführt. Die Wartezeit bis zum zweiten Teil des Schüleraustausches wurde so genutzt, um intensiv im Kontakt zu bleiben und die Vorfreude zu verstärken.

Die deutschen Schüler reisten vom 31.05.19 bis zum 07.06.19 nach Padua. Die italienische Kollegin Frau Glielma übernahm die Organisation vor Ort. Die deutschen Schüler wurden durch Frau Gasch und Herrn Lorusso nach Padua begleitet.

Die Reise begann am Freitagmorgen am Dresdner Flughafen. Nachdem wir uns pünktlich um 7 Uhr getroffen hatten, stiegen wir pünktlich 9.20 Uhr in den Flieger nach Zürich, um von dort aus nach Venedig weiter zu fliegen. Am Flughafen Venedig wurden wir von einzelnen italienischen Gasteltern abgeholt und direkt zur Schule nach Padua gebracht. Glücklicherweise erübrigte sich so der Transfer mit dem Bus von Venedig nach Padua. In Padua wurden alle deutschen Schüler von ihren Gasteltern in Empfang genommen. Der erste Abend wurde mit zünftigem italienischen Essen und dem Kennenlernen der Familien verbracht.

Da die italienischen Schüler auch samstags Unterricht haben, trafen wir uns direkt am nächsten Morgen in der Schule. Nach einer ausführlichen Führung und einem Willkommensfrühstück ging es am Mittag gemeinsam ins Stadtzentrum nach Padua zu einer ersten Führung. Wir lernten die berühmtesten Sehenswürdigkeiten kennen, die „Tre senza“ und genossen das erste italienische Eis. Den späten Nachmittag und Abend verbrachten die Schüler gemeinsam mit ihren Austauschpartnern, deren Freunden oder deren Familien.

Der Sonntag galt den Familien, so gestalteten alle ihren Tag, wie sie es wünschten. Ein Großteil der Schüler fuhr mit den Gastfamilien ans Meer, andere besuchten die Eugenischen Hügel. Natürlich wurden die meisten zu einem traditionellen Familienessen eingeladen, um so viele Verwandte wie möglich kennenzulernen.

Der Montag startete am frühen Morgen, da wir mit einem Reisebus nach Florenz fuhren. Von einem großen Parkplatz aus fuhren wir mit der Straßenbahn ins Zentrum. Dort erwartete uns eine 3-stündige Stadtführung, die uns sogar zu einer der ältesten Gelaterias führte. Im Anschluss daran durften alle die Stadt selbstständig erkunden, Florentinisches Steak essen und Souvenirs kaufen.

Der Dienstag startet etwas gemütlicher, wir durften in den italienischen Schulalltag hinein schnuppern. In Kleingruppen nahmen wir am Englisch-, Italienisch und Kunstunterricht teil. Die gesamten Schüler erlebten außerdem eine Sportstunde mit. Nach einem Mittagessen in Familie trafen wir uns erneut im Stadtzentrum von Padua. Dort besichtigten wir einen der ältesten Botanischen Gärten Italiens. Den Abend ließen die Schüler in Gemeinschaft im Padua ausklingen.

Venedig besuchten wir am Mittwoch. Wir trafen uns am Hauptbahnhof von Padua, um mit dem Zug nach Venedig zu fahren. Dort angekommen, begaben wir uns direkt auf Stadtbesichtigung. Letztendlich durften wir mit einer Gondel über den Canale Grande fahren. Am Markusplatz angekommen, durften die Schüler zwei Stunden Freizeit genießen und die Kanäle und Gassen selbstständig erkunden. Am Ende unseres Venedigausfluges gönnten wir uns ein Eis, beim beliebtesten Eisladen der Venezianer. Nach der Zugfahrt zurück nach Padua entließen wir die Schüler zu ihren Gastfamilien.

Der Donnerstag sollte bereits unser letzer offizieller Austauschtag sein. Am Morgen erlebten wir eine Stunde über Journalismus, im Anschluss daran beteiligten wir uns am Deutschunterricht. Den Mittag verbrachten die deutschen Schüler mit einem letzten Familienmittagessen und den Vorbereitungen auf das Abschlussfest am Abend. Am Nachmittag besuchten wir die zweitälteste Universität Italiens, die Uni von Padua, in der unter anderem Galileo Galilei unterrichtete. Um 19 Uhr trafen wir uns in der Aula der Schule zu unserem Abschlussabend mit Familien und Freunden. Mit einem riesigen italienischen Buffet, einem ersten Videoeinblick der Deutschlandwoche, italienischen Liedern und netten Gesprächen beendeten wir den Abend.

Der Freitagmorgen begann mit etwas gedrückter Stimmung. Bereits gegen 8 Uhr trafen wir uns mitsamt unserem Gepäck an der Schule. Zum gemeinsamen Frühstück wurden Rester des Abschlussabends vertilgt. Langsam begannen wir uns zu verabschieden. Nach zahlreichen Tränen und Umarmungen und Verabredungen zum Wiedersehen, stiegen wir 10:30 Uhr in den Bus, der uns zum Flughafen brachte.

Von Venedig flogen wir über Frankfurt nach Dresden zurück, wo wir 18 Uhr bei unseren deutschen Familien, glücklich, geschafft und etwas traurig ankamen.

In den letzten Schulwochen im Juni wurden dann die Reisetagebücher und weitere Arbeitsergebnisse in den italienischen Grundkursen vorgestellt und es wurde abschließend über das tolle Erlebnis gesprochen. Vereinzelt stellten ausgewählte Schüler in den Klassenstufen 9 und 10 ihre Erfahrungen vor, um Schüler für den nächsten Austausch zu informieren.

Das Vitzthum Gymnasium Dresden dankt dem Förderverein und der Landesdirektion Sachsen für die finanzielle Unterstützung bei diesem Projekt.

 

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Das Vitzthum Gymnasium Dresden dankt dem Förderverein und der Landesdirektion Sachsen für die finanzielle Unterstützung bei diesem Projekt.

 

 

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